Du kennst es sicherlich auch: Neben Beruf und Verpflichtungen bleibt selten Zeit frisch und gesund für deine Familie oder auch nur für dich zu kochen. Dabei würdest du das sehr gerne tun, da dir eine gesunde Ernährung und frische Lebensmittel, bei denen du auch weißt wo sie herkommen sehr wichtig sind. Außerdem kochst du ja auch gerne, die Frage ist nur wann und meist dann auch noch was? Oder die fehlende Zeit führt oft zu ungesunden Kurzschluss Koch- und Essaktionen.

Als Koch kennt man diese Problematik eher weniger, doch als ich vor einigen Jahren die hauptberufliche Schürze an den Nagel gehängt habe und in einen Bürojob umgestiegen bin, ging es mir auch erst einmal so, dass ich meine Ernährungs- und Kochgewohnheiten drastisch umstellen musste. Durch organisatorische Kniffe aus der Gastronomie, fiel mir das aber relativ einfach und ich konnte ein System entwickeln, das es mir ermöglichte täglich aus einer Vielfalt an verschiedenen Gerichten zu wählen und diese unkompliziert zuzubereiten.

Versteh mich dabei nicht falsch – ich habe keinesfalls neuartige Garmethoden oder ähnliches erfunden und mein # Kochrevolution ist vielleicht auch ein bisschen hochgegriffen. Ich habe es aber geschafft vorhandene Koch- und Konservierungsmethoden für mich so zu strukturieren, dass sie auch jeder andere einfach für sich nutzen kann. Dabei bin ich auch überzeugt, dass diese Tipps für viele eine Bereicherung sind, da das Kochen an sich, für die meisten nicht das Problem ist. Die richtige Organisation und Vorbereitung macht aber den Unterschied. Wenn also auch du gerne frisch kochst, es aber nicht schaffst alles zeitlich unter einen Hut zu bringen und dir auch manchmal die Ideen fehlen, dann abonniere am besten meinen Kanal, den in meiner Video-Reihe werde ich dir Schritt für Schritt einige Tipps aus der Gastronomie an die Hand geben, die du für deinen Haushalt umsetzen kannst.

Hier aber noch ein Überblick über die Themen, mit denen wir uns beschäftigen wollen, damit du dir auch mehr darunter vorstellen kannst.

Lebensmittel

Der Einkauf erfolgt in der Gastronomie natürlich im großen Stil. Und das hat eigentlich auch für den Haushalt Vorteile. Meist sind größere Mengen günstiger und eröffnen Möglichkeiten vielleicht auch einmal bei regionalen Erzeugern einzukaufen. Ich habe das Glück hier im ländlichen Raum viele Dinge direkt beim Erzeuger kaufen zu können. Egal ob saisonales Gemüse oder auch Fleisch. Und Fleisch ist natürlich auch ein eigenes Thema. Wenn wir uns alle nur immer die Filetstücke raussuchen, was passiert dann mit dem Rest? Welche Zutaten sind überhaupt für unser Konzept geeignet? Mit all diesen Dingen können wir uns beschäftigen.

Bestandteile

Ein Kernprinzip in nahezu jeden Gastronomiebetrieb ist die Zerlegung der Speisen in einzelne Bestandteile und die gewissenhafte Vorbereitung dieser Bestandteile. Das schafft im Bedarfsfall Flexibilität und Schnelligkeit. Das soll auch unser Kernprinzip sein. Wir erschaffen uns einen Baukasten aus Vorbereiteten Bestandteilen, die wir je nach Bedarf und Laune kombinieren und ergänzen können. Wenn es dann einmal schnell gehen muss, sind es nur noch ein paar Handgriffe bis zum fertigen Essen.

Koch-Tage

Wichtig vorab ist die bereits angesprochene Vorbereitung. An einzelnen „Kochtagen“ an denen du Lust und Zeit hast zu kochen, bereiten wir möglichst viel vor, um auch in den stressigen Zeiten gesunde Gerichte zaubern zu können. Das lohnt sich für dann für den Ein-Personen-Haushalt ebenso, wie für eine Familie mit Kindern. Wir ermitteln den Mengenbedarf für deine Lebenssituation und bereiten alles vor. Das ermöglicht auch einen guten Überblick auf Nähr- und Inhaltsstoffe. Das große Kochen bleibt dir dadurch nicht erspart, aber das macht ja auch Spaß und wenn es dir darum geht, wirst du um ominöse und teure Fertiggerichte nicht herumkommen.

Lagern

Um die Zeit zwischen den Kochtagen und den Bedarfsfällen zu überbrücken nutzen wir verschiedene Konservierungsmethoden die meines Erachtens viel zu wenig oder oft falsch verwendet werden und auch manchmal zu Unrecht in Verruf geraten sind. Diese können wir uns einzeln anschauen um die Vor- und Nachteile besser kennenzulernen.

Genießen

Sind diese Schritte erledigt, können wir aus den Vollen schöpfen. Egal ob täglicher Mittagstisch oder spontaner Abendbesuch, es sind dann immer nur noch ein paar Handgriffe und ein köstliches Mahl ist fertig.

Ein Beispiel

Das ist dir immer noch zu theoretisch? Okay ein Beispiel: Wir kaufen eine Menge marktfrisches Gemüse, putzen und schneiden es. Dann wird es separat in Salzwasser blanchiert und somit alles gleich Punktgenau gegart. Auch die wunderbaren Farben bleiben so erhalten und die weiche Zucchini ist dann genauso bissfest wie die harte Karotte. Das ist keine große Kunst, für die es nicht viel Kochgeschick braucht. Danach wird das Gemüse je nach Haushaltsgröße portioniert und tiefgefroren.

Im Bedarfsfall kombinieren wir das Gemüse mit verschiedenen, ähnlich vorbereiteten Soßen. Dazu frisches oder ebenfalls vorbereitetes Fleisch und etwas Reis oder Nudeln sind auch schnell gekocht.
Im Ernstfall dauert das Gericht so nur noch 10 Minuten. Nehmen wir an wir statten unseren Baukasten mit 2 Gemüsesorten, 3 verschiedene Soßen, 2 Sorten Fleisch oder Fisch aus und können aussuchen ob wir Reis, Nudeln oder Kartoffeln dazu kochen möchten, ergeben sich schon 36 gesunde und einfache Variationen, die täglich neu ausprobiert werden können.

Dein Einsatz ist gefragt!

Das Grundgerüst habe ich bereits erarbeitet, damit wir aber ein möglichst passendes und praxisnahes Konzept gestalten können, wäre ich sehr dankbar, wenn du mithelfen würdest! Schreib gerne deine Anmerkungen, Ideen oder Problemfälle aus deinem Alltag in die Kommentare. Zusammen finden wir bestimmt eine Lösung und neue Ideen. Ich freue mich, wenn du mit dabei bist!